Standort
Breite den Meridian 22°52´30“ östliche Länge kreuzt. Gelegen 126 m über dem Meeresspiegel (Schwarzes Meer), auf einer Terrasse in der Uferwiese des unteren Samosch/Someş-Flusses.
Da es eine Grenzstadt ist, hat Sathmar/Satu Mare über den Grenzübergang
Petea eine Straßenverbindung mit Ungarn und über die Zollstation
Halmeu eine Eisenbahnverbindung zur Ukraine.Die wichtigsten Binnenwege sind die Straße aus Richtung Großwardein/Oradea, die weiter nach Neustadt/Baia Mare und Sighet (durch das Oascher Land/Ţara Oaşului) führt, sowie auch die Straße die von Zillenmarkt/Zalău kommt. Eine andere, inländische und auch internationale, Ein- und Ausgangspforte bildet die Fluglinie Bukarest-Sathmar/Satu Mare, sowie die zeitweiligen Flugverbindungen aus dem Norden Europas.
Geomorphologisch gesehen liegt die Stadt im ehemaligen Flussbett des Samoschs/Someş, auf beiden Flussufern, die im Stadtgebiet etwas enger, flussauf und –abwärts weiter auseinander liegen. Die durch Anschwemmung gebildete Ebene weist mehrere Reliefformen auf (hohe Ufergelände, Talsenken, ehemalige Flussbetten).
Das jetzige Relief im Stadtgebiet stammt aus dem Tertiär, Ende des Pliozäns und steht in Verbinung mit der Kolmation des Pannonischen Sees. Es gibt Sand- Löss- und Schotterablagerungen, im allgemeinen 160-180 cm dick, darüber sich podsolischer Boden (Bleicherde) gebildet hat, der günstige Bedingungen für Obstbäume und den Anbau von Getreide, Gemüse Bietet.
Das Klima
Die Stadt Sathmar/Satu Mare hat ein gemäßigtes Kontinentalklima. Die Winter, wegen der nödlichen Lage, sind länger und kälter, die Durchschnittstemperatur der kalten Jahreszeit
(-17°C) ist kleiner als die Werte in den anderen Städten im Westen (- 15°C in Großwardein/Oradea und –12°C in Temeswar/Timişoara). Der Jahresdurchschnitt beträgt 9,6°C, ausgehend von folgenden Grundwerten:
- im Frühling 10,2°C
- im Sommer 19,6°C
- im Herbst 10,8°C
- im Winter 1,7°C
Weil die Landschaft um die Stadt herum nicht steil ist, schuf der Samosch/Someş viele Nebenarme und Mäander – vor 1777gab es im Stadtgebiet 25 Mäander flussabwärts und 14 –aufwärts. Nach den 1777 durchgeführten Regulierungsarbeiten wurde die Zahl der Mäander auf 9 bzw. 5 verringert. Heute misst die Länge des Flusses innerhalb der Stadtgrenze 36,5 km.
In dem 16. bis 17. Jahrhundert umschlossen die Arme des Samosch/Someş die Festung und die Stadt Sathmar/Satu Mare und trennten sie im Norden von der mittelalterlichen Stadt Mintiu. Dank de bis ins 19. Jh. durchgeführten Systematisierungsarbeiten gelang es, dem Flussbett die Form zu geben, die es heute hat. Dem Fluss entlang wurden Deiche gebaut - 17,3 km am rechten, 11 km am linken Ufer – die man 1970 um 2-3 m erhöhte, um auf diese Weise 52.000 ha vor Hochwasser zu schützen und der Landwirtschaft fast 800 ha aus den ehemaligen überschwemmten Zonen zur Verfügung zu stellen.
Pflanzen- und Tierwelt
Die Pflanzenwelt in der Umgebung der Stadt ist typisch für die
Uferwiese und Waldsteppe, mit Bäumen wie Weiden, Pappeln, sowie auch
Haselbüsche, Ahorne, Feldahorne u.a. Auf den Weiden wachsen Gräser wie
Agrostis Stolonifera, Poa Trivialis, Alopercurus Pratensis usw.
Die Tierwelt wird von mehreren Arten Nagetieren (Hamster, Ziesel)
vertreten, Reptilien – wir erwähnen Vipera Berus im Noroieni-Wald,
verschiedene Vögelarten – Gänse, Enten, Silberreiher.
In den Parkanlagen der Stadt gibt es einige bemerkenswerte Raritäten:
der Pterocaryabaum aus China, Sopbora Japonica Pendula, Paulovnia
Tomentosa u.v.a.
Gleich in der Nähe der Stadt (8 km) befindet sich der Noroieni-Wald, in dem viele Sathmarer ihre Freizeit verbringen.
Diese Informationen sind dem Band „Ghid de oraş” von Doru Radosav, Verlag Sport Turism 1984 entnommen
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